Geldspar-Tips

Gedanken zum Geldsparen. Sinkende Einkommen und galoppierende Preise machen kreativ. Aber nicht jede zündende Idee hält auch einer nüchternen Berechnung stand.

26.9.06

Energiesparlampe Teil 2

Nach meinen ersten eigenen Erfahrungen mit Energiesparlampen habe ich nun bei einer Web-Recherche einige interessante Artikel zu diesem Thema gefunden. Beispielsweise zeigt Olaf Posdzech in seinem Text Licht in das Dunkel sehr wichtige Aspekte wie mögliche Gesundheitsgefährdungen auf. Daneben stellt er aber auch in Frage, ob eine Energiesparlampe wirklich sparsamer ist. Wenn ich auch kein Anhänger der Homöopathie bin - der Artikel ist wirklich lesenswert.

24.9.06

Hypothekenzinsen bei Wiederaufnahme begrenzen

Heute geht es mir nicht um eine wirkliche Ersparnis, sondern um eine Form der Absicherung, die aber sehr wohl finanziell von Vorteil sein kann.
Nachdem ich mir ein Haus angeschafft und die Hypothekenzinsen für 10 Jahre festgeschrieben hatte, machte sich bei mir eine tiefes Gefühl der Entspannung bemerkbar: konnte ich doch auf Jahre hinaus bis zum letzten Cent berechnen, wie viel ich der Bank jeden Monat für die eigene 'Hütte' überweisen mußte.
Mit den Jahren wich dieses anfängliche Gefühl der Entspannung aber einer zehrende Verunsicherung: Und was, wenn die zehn Jahre vorbei waren und ich plötzlich jeden Monat statt der bisherigen 4.9% plötzlich 8.5% oder mehr zahlen mußte ?? Ein Blick auf die Zinsentwicklung der letzten 20 Jahre machte mir schnell klar, daß dieses Unwohlsein nicht von ungefähr kam. Die letzte Hochzinsphase war zwar schon lange her. Aber wurde dadurch der baldige Beginn einer neuen Hochzinsphase nicht noch wahrscheinlicher ?
Ich sah schon den Super-GAU auf mich zukommen: kurz vor dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Kredits bricht plötzlich der Kaufrausch aus und die Notenbanken müssen mit drastischen Zinssteigerungen dahgegenhalten. Oder: der nächste amerikanische Präsident fängt an, wie wild neue Kredite aufzunehmen wie einst Ronald Reagan. Für alle, die sich, Gnade der frühen Geburt, daran noch erinnern können: Ronnie hat einst die Bauzinsen auf über 12% hochgetrieben.
Inzwischen kann ich allerdings wieder ruhig schlafen, auch wenn mein Kredit 2009 ausläuft und die Zeichen der Finanzwelt klar auf Zinssteigerungen hindeuten. Wie kann das sein ? Ganz einfach: Ich habe ein Finanzierungsinstrument entdeckt, das sich Forward-Darlehen nennt. Einige Kreditinstitute sind heute bereit, bereits 36 Monate vor Beginn des nächsten Kredits einen Vertrag zu schließen, in dem die Zinsen für weitere zehn oder sogar 15 Jahre festgeschrieben werden. Dafür muß man pro Monat der Frist bis zum Kreditbeginn einen Aufschlag hinnehmen. Allerdings sind die Zinsen in diesem Sommer so günstig gewesen, daß ich trotz Zuschlag ab 2009 wieder nicht mehr als 5% zahlen muß. De facto bedeutet das, daß ich meine bisherige monatliche Zahlung schon jetzt bis 2019 festschreiben konnte, eine höhere Tilgung inklusive. Und das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit, das mich ruhig schlafen läßt.

23.9.06

Die Energiespar-Glühbirne

Letztens packte mich der Energiespar-Rausch, nachdem mein Stromversorger in einem Brief eine 4%ige (!) Preiserhöhung angekündigt hatte. Ich fuhr also zu einem günstigen Großmarkt und deckte mich mit Energiespar-Lampen ein. Das Angebot ist ja verlockend: 80% weniger Stromverbrauch, 5x längere Haltbarkeit.
Nachdem ich die 100 Watt Birne in der Küche durch eine 20Watt Energiesparleuchte ersetzt hatte, kam meine Frau dazu und betrachtete das anfangs etwas schummrige, unnatürliche Licht. Es war klar, daß sie lieber ihre alte Glühbirne behalten hätte. Deshalb war die Frage natürlich gerechfertigt: lohnt sich das denn ?
Nachdem ich das Argument mit den 80% Einsparung zum Einsatz gebracht hatte, kam die Retourkutsche: Und was kann ich mir jetzt pro Monat mehr dafür kaufen ?
Eilig nahm ich den Taschenrechner zur Hand: Gehen wir mal von einer mittleren Brenndauer pro Tag von 3 Stunden aus. Bei 80Watt Differenz haben wir dann 240 Wattstunden gespart. Klingt nach ziemlich viel. Aber mein Stromanbieter rechnet in Kilowattstunden und will dafür jeweils nicht mehr als 20 Cent haben.
Also machte ich mal eine Rechnung für das Jahr auf: 240 Wattstunden mal 365 Tagen sind 87.600 Wattstunden oder 87.6 Kilowattstunden. Bei 20 Cent pro kWh kommt man auf 17,52 Euro Einsparung im Jahr. Also immerhin 1,46 Euro pro Monat...
Leider gelang es mir nicht, meine Bessere Hälfte mittels dieser Rechnung zu überzeugen. Und als ich wenige Tage später den Kindern nahebringen wollte, daß man das Licht ausschalten soll, weil das Geld spart, schaute sie mich nur noch mitleidig an und bemerkte trocken: wieder 50 Cent im Monat gespart...Iss mal ein paar Wurstscheiben weniger und Du kannst das Licht Tag und Nacht brennen lassen !